Das Städtchen Laupen stand während Jahrhunderten an einer Grenze zwischen rivalisierenden Mächten.

Mehrmals wurde die ganze Region in schwere Spannungen einbezogen.
Die Geschichte hat Spuren hinterlassen, denen man auch heute nachspüren kann.

Die Region Laupen ist geschichtsträchtiges Land.
Schon die Römer nutzten den Umstand, dass sich die beiden Flüsse Saane und Sense in der Nähe von Laupen recht einfach überqueren liessen.
Im Mittelalter geriet das Städtchen ins Kreuzfeuer rivalisierender Grossmächte.
Auf ihrem Höhepunkt entluden sich die Spannungen in der Schlacht von Laupen im Jahre 1339.
Im 15./16. Jahrhundert wurden auch in Gümmenen und Neuenegg Brücken errichtet.
Die Verkehrsströme verlagerten sich zu den neuen Übergängen, während die alte Passage über Laupen an Bedeutung verlor.
1798 kam es nochmals zu einem kriegerischen Zusammenstoss in der Region:
Bei Neuenegg schlugen Berner Truppen die vorrückenden französischen Invasoren zurück.

Auf der folgenden Seite finden Sie einen näheren Überblick über die Geschichte der Region Laupen. >> mehr

Römerzeit

Verschiedene archäologische Funde zeigen, dass bereits in römischer Zeit eine Verkehrsachse in Ost-West-Richtung über Laupen führte. Der Ort bot eine günstige Gelegenheit, um die Sense und die Saane zu passieren.

12. Jh.

Die Grafenfamilie von Laupen wird urkundlich erwähnt. Später kommt Laupen unter den Einfluss der Zähringer

13. Jh.

Mit dem Aussterben des Zähringer-Geschlechts ist Laupen Reichsburg geworden, entwickelt sich aber schon bald zum Spielball rivalisierender Fürstenhäuser. In dichter Abfolge erlebt das Städtchen eine Reihe von teilweise gewaltsamen Handänderungen. Laupen wird zu einem Stützpunkt von Habsburg und Freiburg gegen Bern.

1324

Nach verschiedenen Besitzerwechseln ist Laupen in die Hände der Herren vom Thurn zu Gestelen gelangt. Diese müssen das Städtchen jedoch aufgrund ihres ausschweifenden Lebensstils weiterverkaufen. Neuer Besitzer wird das aufstrebende Bern.

1339

Der Staat Bern hat seinen Einflussbereich deutlich ausweiten können; damit ist er in Konkurrenz zum umliegenden Adel getreten. Die Vormacht Habsburg und das mit Bern rivalisierende Freiburg verbünden sich und belagern Schloss und Stadt Laupen elf Tage lange. In der Schlacht vom 21. Juni auf dem Wydenfeld ob Laupen besiegen die Berner und ihre eidgenössischen Verbündeten die feindlichen Truppen. (Zum Gedenken an die Schlacht wird 1853 auf dem Bramberg bei Neuenegg ein Denkmal errichtet.)

14.-16.

Als Grenzfestung von Bern wird Laupen und seine Umgebung noch mehrmals in kriegerische Auseinandersetzungen verwickelt.

15. Jh.

Brückenbauten in Gümmenen und Neuenegg entziehen Laupen den Verkehr. Die Stadt verliert ihre einstige Bedeutung und wird zum bescheidenen Landstädtchen. Die Armut der Bevölkerung und die daraus folgende geringe Bautätigkeit tragen in den folgenden Jahrhunderten dazu bei, dass die Altstadt erhalten bleibt.

1798

Am 5. März kommt es zu einem Gefecht zwischen der vorrückenden französischen Armee und den Truppen Berns. Obwohl die Berner zahlenmässig deutlich unterlegen sind, gelingt es ihnen, den französischen Vormarsch zu stoppen. Der Lauf der Dinge lässt sich jedoch nicht mehr aufhalten: Im Grauholz besiegen die Franzosen die Berner gleichentags, worauf die bernische Regierung kapituliert.







 

Quellen:
- Jürg Schweizer, Denkmalpflege des Kantons Bern, in: Schloss Laupen, Bericht über die Sanierungsarbeiten 1983-1989
- Historisches Lexikon der Schweiz